Oktober 2019
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Hier sind die Mädchen die Chefs auf der Matte: Beim 5. „Ippon-Girls-Lehrgang“ schwitzen 50 Judokämpferinnen mit Raffaela Igl und Zita Notter.

Bei satten 35 Grad war die Versuchung groß, doch lieber im Bodensee abzutauchen, als auf der Matte zu schwitzen. Deshalb rechneten die Veranstalter, der TSV Lindau und der Bezirk Schwaben, mit einigen spontanen Absagen. Die Sorge war unbegründet: Es gab sogar Nachmeldungen, weshalb es in der Jahnturnhalle eng wurde. Eine neue Erfahrung für viele Judo-Mädchen, die in ihren Vereinen oft in der Unterzahl sind. „Wir Frauen müssen zahlenmäßig im Vergleich zu den Jungs noch etwas aufholen“, sagte Zita Notter, ehemalige Jugend-Europameisterin und Jugendreferentin des Bayerischen Judo Verbandes, bei der Begrüßung. Sie freute sich über die vielen Mädchen, die aus ganz Bayern und Baden-Württemberg nach Lindau gekommen sind und hier mit immer anderen Kämpferinnen trainieren konnten.

„Ganz wichtig ist der Spaß, denn ohne Spaß kann man gar nicht gut sein“, ist die Überzeugung von Raffaela Igl, der mit dem Sieg beim European Cup in Ungarn ein Bilderbucheinstieg in die Altersklasse bis 21 Jahren gelungen ist. Von ihr lernten die Mädchen, dass Spaß und Anstrengung keine Gegensätze sein müssen. Neben lustigen Kennenlernspielen und Techniktraining im Stand und Boden gab es immer wieder Randoris, in denen die neuen Techniken gleich ausprobiert werden konnten. Wer Glück hatte, durfte auch mal gegen Raffaela oder Zita kämpfen. Die beiden gaben den Judo-Mädchen viele nützliche Tipps - und natürlich auch jede Menge Autogramme auf T-Shirts, Judogi und Gürtel.

Auch abseits der Matte wartete ein interessantes Programm auf die Teilnehmerinnen: Wer nach dem Judotraining noch Kraft hatte, konnte beim Poi-Schwingen seine Koordination trainieren oder Techniken zur Selbstverteidigung lernen. Dann aber hieße es für die meisten: Ab in den See!

Bilder vom Ippon-Girls-Day 2019 in Lindau

Text und Fotos: Yvonne Roither